Neuer Tarifvertrag: Mehr Gehalt für Medizinische Fachangestellte ab April 2013



In der dritten Tarifrunde am 9. Juli 2013 haben sich die Tarifpartner der niedergelassenen Ärzte und der Medizinischen Fachangestellten auf einen neuen Gehaltstarifvertrag mit Laufzeit vom 1. April 2013 bis 31. März 2016 geeinigt. Nach Ablauf der Einspruchsfrist am 19. Juli 2013 ist der Vertrag nun in Kraft getreten.

Wie der Verband Medizinischer Fachberufe (VMF) mitteilte, werden in zwei Stufen die Gehälter erhöht: ab 1. September 2013 um 4,5 Prozent, ab 1. April 2014 um drei Prozent. Für die fünf Monate von April bis August 2013 gibt es den Angaben zufolge im September eine Einmalzahlung in Höhe von 375 Euro für alle Vollzeitbeschäftigten, für Teilzeitbeschäftigte anteilig. Erstmals sei ab 2014 ein Eingangsstundenlohn für Berufsanfänger/innen von 10 Euro erreicht worden. Die Ausbildungsvergütungen steigen ab 1. September 2013 in allen drei Ausbildungsjahren um 30 Euro monatlich und zwar auf 640 Euro, 680 Euro und 730 Euro. Auszubildende erhalten eine Einmalzahlung von 150 Euro für April bis August. Jeweils zum 01.04.2014 und 2015 erhöhen sich die Ausbildungsvergütungen um weitere 30 Euro monatlich.

Kernstück des Abschlusses ist nach Angaben des VMF eine geänderte Vergütungsstruktur. Cornelia Goesmann, Vorsitzende der Arbeitgebertarifpartei erklärte hierzu: „Der Gehaltstarifvertrag wurde so gestaltet, dass er den zukünftigen Anforderungen an die Patientenversorgung im ambulanten Bereich, den Einsatzbereichen von Medizinischen Fachangestellten und der hierfür notwendige
Fortbildung gerecht wird.“ Hierzu habe man zwei weitere Tätigkeitsgruppen geschaffen und die Einstufungskriterien überarbeitet. Die neue Struktur bilde das breit gefächerte Feld von Qualifizierungs-, Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für Medizinische Fachangestellte besser ab. Eine Regelung zur Besitzstandswahrung soll den Übergang in die neue Struktur begleiten.

Der VMF versteht den neuen Tarifvertrag als „Ausdruck der wachsenden Bedeutung von Medizinischen Fachangestellten und der Wertschätzung ihrer Arbeitsleistung in der ambulanten medizinischen Versorgung sowie ihrer unterstützenden und entlastenden Funktion für den Arzt“.

Zur vollständigen Meldung des VMF gelangen Sie hier:
www.vmf-online.de

 

 
 
Antje Thiel

24.07.2013