Immer mehr ambulante Operationen in sächsischen Krankenhäusern



Die Zahl der ambulanten Operationen in sächsischen Krankenhäusern hat sich in den letzten zehn Jahren auf das Vierfache erhöht. Darauf hat der Verband der Ersatzkassen (vdek) hingewiesen. Rund 101.000 Patienten, die 2011 in den Kliniken operiert wurden, haben demnach die Nacht bereits wieder daheim verbracht. 2002 seien es nur 24.000 Patienten gewesen.

Dank minimal invasiver Operationstechniken könne inzwischen bei vielen Eingriffen auf große Schnitte in den Körper verzichtet werden. „Dank verfeinerter Operationstechniken und moderner Narkoseverfahren müssen Patienten nicht mehr länger im Krankenhaus bleiben, um überwacht zu werden“, sagte Silke Heinke, Leiterin der sächsischen vdek-Landesvertretung. „Viele Patienten erholen sich außerdem im gewohnten häuslichen Umfeld schneller als in der Klinik.“ In Sachsen führen den Angaben zufolge 60 der insgesamt 80 Krankenhäuser ambulante Operationen durch.

Die Zahlen basieren auf Daten der den Zahlen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE), wonach im Freistaat im Jahr 2011 pro Klinik 1.686 Operationen durchgeführt wurden. Sachsen liegt damit über dem Bundesdurchschnitt für ambulante Operationen pro Klinik (1.496). Das Ranking wird angeführt von Hamburg, wo ein Hamburger Krankenhaus im Schnitt im gleichen Zeitraum 2.010 ambulante Operationen durchführte. Die wenigsten ambulanten Operationen, nämlich 1.114 pro Krankenhaus, wurden dahingegen aus Bayern gemeldet.

Aus den Daten der GBE geht auch hervor, wie viele ambulante Operationen nicht vom Krankenhaus selbst, sondern von Vertragsärzten im Auftrag der Klinik durchgeführt wurden. In dieser Sparte belegt Bayern wiederum einen Spitzenplatz.

Zur Pressemitteilung des VdeK Sachsen gelangen Sie hier:
www.vdek.com


Zur Statistik der GBE gelangen Sie hier:
www.gbe-bund.de
 

 
 
Antje Thiel

17.07.2013