Grünes Licht vom BMG: ASV-Richtlinie genehmigt



Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Erstfassung der Richtlinie Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) genehmigt. Wie der G-BA am 10. Juli 2013 mitteilte, kann die Richtlinie nun bis auf eine Auflage des BMG unverändert in Kraft treten. Demnach verlangt das BMG, ein Regelungsdetail der Richtlinie dahingehend zu ändern, dass bindende Handlungsanweisungen an die erweiterten Landesausschüsse entfallen. Diese Änderung solle der G-BA bis zum Beschluss der ersten Konkretisierung einer Indikation vornehmen.

Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzende des zuständigen Unterausschusses, erklärte hierzu: „Ambulante spezialfachärztliche Versorgung ist Teamleistung. Mit einer entsprechenden Regelung wollten wir ein unbemerktes ‚Abbröckeln’ eines ASV-Teams bei Ausscheiden eines Teammitglieds oder unbefriedigende Dauer-Vertretungslösungen verhindern. Ich denke, das werden die für die Zulassung von ASV zuständigen erweiterten Landesausschüsse genauso sehen. Die Struktur- und Prozessqualitätsanforderungen des G-BA in Sachen Teambildung sind zwingend zu erfüllende Voraussetzungen für die ASV-Berechtigung.“ Klakow-Franck sagte weiter, die Genehmigung des BMG gebe dem G-BA Rückenwind für die Fertigstellung der ersten Konkretisierungen: „Wir arbeiten mit Hochdruck an den Indikationen Gastrointestinal-Tumoren und Tuberkulose.“

Der Beschlusstext, die dazugehörigen Erläuterungen sowie die Nichtbeanstandung des BMG für den allgemeinen Paragrafenteil der ASV-Richtlinie sind auf folgender Seite im Internet veröffentlicht:
www.g-ba.de
 

 
 
Antje Thiel

12.07.2013